Politik

Das Interesse an Politik wurde durch mein Elternhaus geweckt und gepflegt. In politischen Diskussionen mit meinen Eltern und später dann im Freundeskreis wuchs mein Interesse stetig, nicht nur über Politik zu sprechen, sondern Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Erste Erfahrungen sammelte ich während meines Engagements in der aktiven Fachschaft der Soziologie an der LMU München.

Als Studierendenvertreter setzten wir uns für die Interessen der Studentinnen und Studenten ein, was allerdings durch die gesetzlichen Einschränkungen in Bayern nicht leicht war. Der Handlungsspielraum der Studierenden und deren Vertreterinnen und Vertreter ist in Bayern bis heute sehr begrenzt. Dennoch schafften es die Studentinnen und Studenten durch Demonstrationen und durch die Besetzung der Universität ein öffentliches Publikum zu erreichen und die damals eingeführten Studiengebühren wieder abzuschaffen.

Studiengebühren verschärfen die soziale Ungleichheit, da sie es Kindern aus ökonomisch schwächeren Familien nahezu unmöglich machen zu studieren. Die Abschaffung war für den Wirtschaftsstandort Bayern ebenso wichtig wie für die betroffenen Studierenden.

Wenn Bayern weiter wissenschaftlich und wirtschaftlich an der Spitze mitspielen will, müssen möglichst viele Menschen gut ausgebildet werden. Laptop und Lederhosen geht eben nur mit gut ausgebildeten Spezialisten und davon benötigen wir im digitalen Zeitalter mehr denn je.

Durch mein Engagement in der Fachschaft und durch das Studium der Soziologie entwickelte sich bei mir das Bedürfnis weiter aktiv Gesellschaft zu gestalten. Deshalb trat ich 2013 in die SPD ein.

Die SPD ist die einzige Partei, die sich glaubhaft für eine sozial gerechte Gesellschaft einsetzt und dies auch durch Gesetze umsetzt. Beispielsweise die Einführung des Mindestlohns, von dem viele Menschen bis heute sehr profitieren, wurde durch konservative und neoliberale Stimmungsmache extrem verfälscht dargestellt. Damals schon ärgerte mich die einseitige Argumentation der Arbeitgeberseite. Demzufolge sollten tausende Arbeitsplätze in Deutschland wegfallen, wenn der Mindestlohn kommen sollte.

Das Gegenteil ist eingetreten! Wir haben nahezu flächendeckend Vollbeschäftigung und der bürokratische Aufwand hielt sich auch in Grenzen. Das ist nur ein Beispiel dafür, wieso ich bis heute in der SPD engagiert bin – Politik für die Menschen und für kleine und mittelständische Unternehmen. Soziale Gerechtigkeit als Kern des politischen Handelns und Denkens.

Es ist sicherlich nicht alles perfekt, es gibt noch sehr viel zu tun und enorme Herausforderungen in der Zukunft.

Packen wir´s an!